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Druck-Wiki
Was ist eigentlich…?

Wieso, weshalb, warum? In unserem Druckwiki finden Sie viele wichtige Begriffe rund ums Thema Drucken, Design und Papier erklärt.

So geht’s

Ein klick auf den Buchstaben genügt und Sie gelangen zum entsprechenden Lexikonabschnitt. Und wenn Sie den gesuchten Begriff hier nicht finden: Rufen Sie uns einfach an. Wir sind gerne für Sie da.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern und viele lehrreiche Erkenntnisse!

 

Randabfallend

Als randabfallend werden Druckmotive bezeichnet, die bis zum Blattrand reichen und durch diesen begrenzt werden. Diese Elemente müssen 5mm über den Seitenrand hinaus angelegt werden, damit sie auch nach dem Schneiden noch bündig mit dem Seitenrand sind und keine „Blitzer“ entstehen.

Raster

Im Gegensatz zur Fotografie sind die meisten Druckverfahren nicht in der Lage, die Helligkeitsunterschiede eines Bildes direkt wiederzugeben. Es wird entweder an einer Stelle Farbe auf das Papier gedruckt oder nicht. Etwas Farbe drucken ist nicht möglich. Um ein Grau drucken zu können wird das Weiß des Papiers mit der schwarzen Farbe rein optisch gemischt. Das wird erreicht durch das Drucken unterschiedlich großer oder vieler Rasterpunkte. Der optische Eindruck, also die Mischung von Schwarz und Weiß, erfolgt im Auge des Betrachters.

siehe auch: Amplitudenmoduliertes Raster, Frequenzmoduliertes Raster, Hybridraster

Recyclingpapier

Besteht überwiegend aus wiederverwertetem Altpapier; gilt deshalb als umweltfreundlich. Ein Vorteil ist - neben der Schonung der Holz-Reserven - der im Vergleich zur konventionellen Papierherstellung um zwei Drittel verringerte Energie- und Wasserverbrauch.Qualität und Reißfestigkeit des Papiers lassen sich durch das Beimischen neuer Fasern steigern. In Deutschland erhält ein aus 100% Altpapier bestehendes Produkt das Umweltzeichen „Blauer Engel”. Im Gegensatz zur Herstellung von Umweltschutzpapier wird das Altpapier bei der Verarbeitung zu Recyclingpapier gebleicht (Deinking). Da es sehr aufwendig ist, die Farbreste aus dem Altpapier zu entfernen, ist Recyclingpapier häufig grauer als andere Papiersorten. Inzwischen gibt es jedoch auch weißes Recyclingpapier.

Rheinisches Format

Zeitungen im Rheinischen Format sind 350mm x 510mm oder 360mm x 530mm groß. Die Augsburger Allgemeine, die Berliner Zeitung, der Mannheimer Morgen, die Stuttgarter Zeitung oder die Rheinpfalz erscheinen in diesem Format.

Relieflack

Ein spezieller UV-Lack, der mit einer großen Schichtdicke im Siebdruckverfahren aufgetragen wird. Auf diese Weise lassen sich besonders plastische Strukturen erzielen. In verschiedenen Zusammensetzungen kann er für Glanz- oder Matteffekte verwendet  oder auch mit speziellen Pigmenten eingefärbt werden.
Gerade im Werbebereich lassen sich durch die besondere Dicke der Lackschicht ungewöhnlich wirkungsvolle Ergebnisse erzielen. Neben den optischen Effekten kann man die Strukturen der beworbenen Produkte erfühlen, wie zum Beispiel Leder. Das kommt angeblich dem Bedürfnis des Konsumenten entgegen, die Produkte auch zu „begreifen.“

Weitere Informationen zur Veredelung mittels Lacken finden Sie auf unserem Blog.

RGB

Abkürzung für die drei Lichtfarben Rot, Grün und Blau der additiven Farbmischung. Aus diesen drei Grundfarben werden alle Zwischentöne der additiven Farbmischung erzeugt. Diese Farbmischung wird u.a. bei der digitalen Fotografie und an Computerbildschirmen verwendet. In der Computertechnik hat jede Farbe 256 Helligkeitsstufen. Ist eine Farbe nicht aktiv, hat sie den Wert Null. Schwarz ist in RGB: 0-0-0.
Ist ein Lichtquelle voll aktiv, hat sie den Wert 255. Weiß ist demnach die Werte: RGB = 255-255-255. Da z.B. digital fotografierte Bilder als RGB-Bild vorliegen, müssen sie für den Druck in den CMYK-Farbraum konvertiert werden. Da der CMYK-Farbraum kleiner ist als der RGB-Farbraum, können nicht alle Farben, die am Bildschirm dargestellt werden, drucktechnisch 1:1 reproduziert werden.

Ries

Mengeneinheit für Papierbogen. Je nach Grammatur (g/m2) kann ein Ries 250, 500 oder 1000 Bogen umfassen.

Reißfestigkeit

Stärkste Belastung, die Papier aushält, bevor es reißt.

Rillen

Ist das Einbringen einer linienförmigen Vertiefung in Papier, Karton oder Pappe. Sie erscheint auf der Gegenseite als Wulst. Diese Verdichtung des Materials verhindert das Brechen oder Platzen des Materials beim Falzen.

Rückenstärke

Setzt sich bei klebegebundenen Katalogen, Broschüren, Zeitschriften usw. aus der Blockdicke und aus der zweifachen Umschlagdicke zusammen.

RTF (Rich-Text-Format)

Ein von Microsoft entwickeltes Format für den Austausch von Textdokumenten, das zum Standard in der Druckvorstufe geworden ist. Damit lassen sich Textdaten samt Textformatierungen wie Schriftart, Schriftgröße oder Auszeichnungen austauschen. Der Austausch ist plattformunabhängig möglich (z.B. zwischen Windows-PC und Macintosh).

Satzspiegel

Enthält die wichtigen Elemente einer gedruckten Seite. Bei der Bestimmung eines ästhetischen Satzspiegels geht es maßgeblich um die Breite der Ränder. Für die Breite der Ränder kann der Goldene Schnitt (5:8), oder das gleiche Verhältnis der DIN-Formate (5:7) verwendet werden. Es ist jedoch auch möglich, den Satzspiegel frei zu gestalten. Ziel ist es innerhalb des Satzspiegels eine gleichmäßige Grauwirkung zu erzielen.

Satzspiegel und Spalten (Zeitung)

Der Satzspiegel legt fest, welcher Teil einer Zeitungsseite für den Druck genutzt werden kann. Die zu druckenden Elemente müssen innerhalb des Satzspiegels liegen. Rings um den Satzspiegel bleibt ein Papierrand, der nicht bedruckt wird. Dadurch bleibt der Abstand vom Zeilenende bis zum Blattrand immer gleich. Dieser Papierrand ist für die Optik einer Zeitung charakteristisch, da Zeitungen im Normalfall nicht beschnitten werden. Der Satzspiegel wiederum teilt sich in mehrere Spalten auf. Üblich sind, je nach Größe der Zeitung, zwei bis sieben Spalten. Die Spaltenbreite ergibt sich entsprechend nach dem Satzspiegel und in wie viele Spalten dieser geteilt ist.

Schmuckfarben

Siehe Volltonfarben.

Schön- und Widerdruck

Bezeichnung für das doppelseitige Bedrucken eines Bogens. Den Druckvorgang der zuerst bedruckten Seite nennt man Schöndruck, den nach Wenden des Bogens folgenden Druck nennt man Widerdruck.

Schriftart

Meist wird damit eine bestimmte Schriftfamilie wie Arial, Helvetica oder Times bezeichnet. Diese Schriftfamilien unterteilen sich wiederum in verschiedene Schriftschnitte, wie Normal, Fett oder Kursiv.

Schriftgrößen

Vermeiden Sie Schriftgrößen unter 6 pt. Ausführliche Informationen finden Sie in unseren Datenanforderungen.

Seitensprung

Druckprodukte wie Zeitungen können mit zusätzlichen Seiten erweitert werden. Diese zusätzlichen Seiten werden als Seitensprung bezeichnet. Zeitungen im Broadsheet-Format werden mit einem 4-Seiten-Sprung produziert. Das bedeutet, dass eine Erweiterung nur um 4, 8, 12, usw. Seiten möglich ist. Beim Tabloid ist es ein 8-Seiten-Sprung.

Serifen

Serifen sind kleine Endstriche an den Grundstrichen der Buchstaben. Die Art und Stärke von Serifen prägt wesentlich den Charakter einer Schrift. Sie können im Verhältnis zu den Grundstrichen sehr fein, aber auch in der gleichen Strichstärke sein (serifenbetonte Schriften). Bei längeren gedruckten Texten sind Schriften mit Serifen besonders gut lesbar, da die Serifen dem  Auge eine Führung entlang der Zeile geben. Für Texte, die an einem Bildschirm gelesen werden sollen - z. B. im Internet – werden in der Regel Schriften ohne Serifen bevorzugt. Denn die feinen Linien der Serifen können aufgrund der geringen Auflösung eines Bildschirms oftmals nicht korrekt wiedergegeben werden.

Sicherheitsabstand

Um sicher zu stellen, dass keine wichtigen Elemente Ihres Textes oder von Bild und Grafik in der Weiterverarbeitung an- oder abgeschnitten werden, sollten Sie einen Sicherheitsabstand zum Seitenrand einhalten. Er ist abhängig vom gewählten Druckprodukt. Nähere Informationen finden Sie in den Datenblättern zum Produkt.

Softcover oder Paperbacks

Heißen Bücher, die einen flexiblen Karton als Einband haben. Nur selten findet sich bei Softcovern ein Schutzumschlag. Der Einband wird meist sowohl mit dem Titel und mit einem farbigen Bild bedruckt. Die Klebebindung ist die häufigste Form der Verbindung des Buchblocks. Vor allem Fachbücher und Bücher aus dem wissenschaftlichen Bereich erscheinen als Softcover, teilweise sind es auch Taschenbücher, die in diesem Buchformat veröffentlicht werden.

Softproof

Die farbmetrisch korrekte Darstellung digitaler Druckdaten auf einem Monitor. Es gelten die gleichen Anforderungen wie beim digitalen Papierproof. Die eingesetzte Software muss die Kalibrierung der Ausgabegeräte sowie die fortdruckgerechte Simulation der Druckdaten gewährleisten. Eine typische Ausgabebedingung ist zum Beispiel der Offsetdruck gemäß PSO (Prozess Standard Offsetdruck).

Sonderfarben

Vorgemischte Druckfarben, die häufig verwendet werden, um Farben zu reproduzieren, die mit dem normalen Vierfarbdruck (Tiefe, Cyan, Magenta und Gelb) nicht reproduzierbar sind. Sonderfarben werden auch dann verwendet, wenn z.B. Geschäfts- oder Markendrucksachen gedruckt werden, bei denen ein immer gleich bleibender Farbeindruck aufgrund des Corporate Designs entstehen muss. Die gebräuchlichsten Systeme im Printbereich  sind Pantone und HKS.

Steindruck

Siehe Lithografie.

Steinpapier

Aus Kalksteinmehl und Bio-Polyethylen gewonnenes Papier. Auf den ersten Blick ist es von gewöhnlichem Papier nicht zu unterscheiden, es fühlt sich aber samtiger an und ist belastbarer, reißfester und schwerer entflammbar. Beim Bedrucken wird zudem weniger Farbe benötigt. Mehr zu Herstellung, Eigenschaften und Verwendung von Steinpapier erfahren Sie in unserer Papierkunde.

Sublimationsdruck

Bei dieser Drucktechnik gehen spezielle Farben direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Sie werden quasi über Hitze und Druck direkt in den Bedruckstoff eingedampft (sublimiert). Dieses Verfahren ermöglicht hochqualitative Drucke mit sehr guter Farbbrillanz. Das Sublimationsverfahren wird zum Beispiel eingesetzt im Textildruck, bei T-Shirts, Bannern oder Fahnen und beim Bedrucken von Kerarmiktassen, Mousepads oder Gegenständen aus Aluminium.


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