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Druck-Wiki
Was ist eigentlich…?

Wieso, weshalb, warum? In unserem Druckwiki finden Sie viele wichtige Begriffe rund ums Thema Drucken, Design und Papier erklärt.

So geht’s

Ein klick auf den Buchstaben genügt und Sie gelangen zum entsprechenden Lexikonabschnitt. Und wenn Sie den gesuchten Begriff hier nicht finden: Rufen Sie uns einfach an. Wir sind gerne für Sie da.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern und viele lehrreiche Erkenntnisse!

 

Paginierung

Fortlaufende Nummerierung der Seiten eines Printprodukts. Grundsätzlich stehen auf den rechten Seiten immer die ungeraden Seitenzahlen und auf den linken Seiten immer die geraden.

Panoramaseiten

Man spricht von einer Panoramaseite, wenn Texte und Bilder über den Bund, also den unbedruckten Mittelstreifen einer Zeitung hinaus gedruckt werden. Man unterscheidet zwischen echten und falschen Panoramaseiten. Echte Panoramaseiten werden auf ein durchgehendes Blatt über den Bund hinweg abgebildet. Falsche Panoramaseiten hingegen werden zwar in den Bund gedruckt, befinden sich aber auf zwei getrennten bzw. trennbaren Blättern.

Pantone-Farbsystem (PMS)

Farbsystem, das hauptsächlich in der Grafik- und Druckindustrie eingesetzt wird. Es wurde 1963 vom US-Unternehmen Pantone entwickelt. Es enthält Sonderfarben, die im herkömmlichen Vierfarbdruck nicht erreicht werden können. Es ordnet diesen Farben eindeutige Nummern zu. Anhand der Nummerierung dieser Farben kann man sich weltweit austauschen, ohne auf die individuelle Farbwahrnehmung angewiesen zu sein. Pantone-Sonderfarben werden nicht nur mit einem Nummerncode sondern auch mit dem entsprechenden Kürzel für das verwendete Papier (C = coated, U = uncoated, M = matte) gekennzeichnet.

Papier-Formate

Siehe Formate (Papier).

Papier-Grammatur

Siehe Flächengewicht.

Pappband

Siehe Hardcover.

Partieller Lack

Form der Veredelung, bei der ausgewählte Stellen eines Druckprodukts mit mattem oder glänzendem Lack überzogen und veredelt werden. Das können, Bildmotive, Teile eines Bildes, Grafiken, Designelemente oder Schriftzüge sein. Durch die Lichtspiegelungen und den Kontrast zur Anmutung des verwendeten Papiers können sich ganz besondere optische Effekte ergeben.

Paßkreuze oder Paßmarken

Werden außerhalb des beschnittenen Formates auf die Druckplatten belichtet und mitgedruckt. Sie dienen dem passgenauen Übereinanderdrucken der einzelnen Farben beim Mehrfarbendruck.

PDF-Format (Portable Dokument Format)

Ist ein plattformunabhängiges Dokumentaustauschformat. Entwickelt wurde das PDF-Format nicht für die Druckvorstufe, sondern für den Austausch von Dokumenten, die auf allen Rechnern - gleich welche Hard- und Software sie verwenden - gelesen und ausgedruckt werden können. Mit dem Acrobat-Reader können PDF-Dokumente visualisiert werden. Im PDF-Dokument können alle Bilder und Schriften in die Datei eingebunden werden, so dass die jeweiligen Schriften nicht auf dem Rechner des Betrachters vorhanden sein müssen. Mittlerweile wird PDF in der Druckvorstufe vielfach verwendet, da es gegenüber PostScript einige Vorteile hat, wie das separate Abspeichern der einzelnen Seiten eines PDF-Dokumentes.

Perforation

Gestanzte Loch- oder Schlitzlinie zum besseren Heraustrennen oder Abtrennen von Teilen aus Druckprodukten, zum Beispiel von Rücksende-Postkarten aus Katalogen. Eine Perforation wird in Zähnen/inch gemessen.

Pixel

Kurzbezeichnung für das kleinste Bildelement bei digitalen Bildern, das jeweils einen ganz bestimmten Tonwert aufweist. Im Auge verschwimmen die unterschiedlich gefärbten Pixel zu Bildern. Je höher die Anzahl der Pixel, desto feiner, schärfer und detailreicher ist die mögliche Bildauflösung.

Planobogen

Ungefalzter Druckbogen.

Platzierung und Stand der Druckdaten

In unserer Druckvorstufe werden Ihre gelieferten Druckdaten mittig in einen Rahmen platziert, der genau der Größe des Datenformates entspricht. Für genauere Informationen, wie Sie Ihre Druckdaten richtig anlegen, beachten Sie bitte das zum Produkt gehörige Datenblatt, dass Sie während der Produktauswahl im Punkt "Produktinfo" herunterladen können.

Postscript (PS)

Plattformunabhängige Seitenbeschreibungssprache, bei der die Seiten eines Dokumentes durch Linien, Kreise, Fläche, Schrift und Bilder definiert werden.  PostScript-Dateien werden aus den Daten von Grafik- und Layoutprogrammen geschrieben, indem ein PostScript-Druckertreiber diese Daten in PostScript umwandelt. PostScript-Daten sind geräteunabhängig und können von allen Druckern oder Belichtern, die über einen PostScript-Interpreter (RIP) verfügen, gleich ausgegeben werden.

Prägen

Das reliefartige Umformen oder Verdichten eines Bedruckstoffes. Unterschieden wird zwischen Blindprägungen und Prägefoliendruck (z.B. Heißfolienprägung).
Blindprägungen erfolgen rein mechanisch, d.h. ohne Einsatz von Farben oder Folien. Beim Prägefoliendruck werden neben den mechanischen Einwirkungen gezielt spezielle Folien eingesetzt. Siehe auch Heißfolienprägung.

Weitere Informationen zur Veredelung mittels Prägung finden Sie auf unserem Blog.

Produktprospekt

Siehe Prospekt.

Proof

Simulation und Visualisierung der Druckdaten als Vorlage für den Auflagendruck; oder auch als Qualitätskontrolle in der Druckvorstufe im Hinblick auf Farbwiedergabe, Text- und Bildanordnung. Siehe auch: Farb- bzw. Formproof.

Prospekt

Ist abgeleitet vom lateinischen „prospicere = hinsehen“. Der Begriff ist in erster Linie auf den Inhalt bezogen und betont den Werbecharakter. Man kann unterscheiden zwischen einem Produktprospekt und einem Imageprospekt.
Produktprospekte haben ein ganz bestimmtes Produkt, eine Produktlinie oder das gesamte Produktprogramm eines Unternehmens zum Inhalt. Imageprospekte wollen das Unternehmen an sich oder die Institution als solche von der besten Seite zeigen. Die Werte eines Unternehmens und seine Philosophie stehen hier im Mittelpunkt.
In seiner knappsten Form umfasst ein Prospekt zwei Seiten. Man spricht dann meist von einem Prospektblatt. (siehe auch Flyer). Einen 4-Seiter oder ein mehrfach gefalztes Produkt kann man als Falzprospekt bezeichnen (siehe auch Faltblätter bzw. Folder). Meist haben Prospekte jedoch mehrere Seiten und werden im Rücken geheftet oder geklebt. Sie sind zu finden unter der Rubrik „Broschüren/Magazine“.
Prospekte eignen sich sehr gut für umfangreichere Produktdarstellungen, Leistungsangebote oder für Warenübersichten in Wort und Bild.

Prospektblatt

Siehe Prospekt.

PSO oder Prozessstandard Offsetdruck

Ist der Standard für die industrielle Produktion von Drucksachen. Seit 2007 ist der PSO in der ISO-Norm 12647-2 verankert. Durch den PSO soll die Produktion im Offsetdruck von der Datenerzeugung bis zum Druckergebnis qualitativ abgesichert werden. Normiert wurden zum Beispiel: die Farbe von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) auf bestimmten Papieren, die Farbe des Papiers bei einer bestimmten Beleuchtung, die Anforderungen an Vorlagen  bzw. Proofs mit Medienkeil und die Tonwertzunahme. Um standardisiert zu produzieren, werden Umrechnungsverfahren angeboten (ICC-Profile). Um die Einhaltung des Standards zu messen, gibt es Prüfmittel (wie z. B. den Medienkeil) oder spektrale und densitometrische Messtechniken.

Punktur

Eine Zeitung wird in der Druckmaschine beim Falzen durch Stahlstifte (Punkturnadeln) festgehalten. Dadurch entstehen kleine Löcher am Fuße der Zeitung, die Punktur genannt werden.

Punktzuwachs

Siehe Tonwertzunahme.

PVC

Abkürzung für den Kunststoff Polyvinylchlorid.

Prozessfarben

Eine Prozessfarbe ist die Farbe, die entsteht, wenn beim Druckvorgang mehrere Farben gleichzeitig (meist im Rasterverfahren) gedruckt werden. Beim Vierfarbdruck wird die Prozessfarbe aus den Farben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz zusammengesetzt. Der Farbeindruck ergibt sich durch Farbmischung, wobei beim Rasterverfahren die Farben mit unterschiedlichem Rasterwinkel gedruckt werden. Unterschiedliche Farbtöne werden durch unterschiedliche Anteile der Farben erreicht. Der weiße Farbton ergibt sich aus der Farbe des Papiers. Im Gegensatz zu Prozessfarben wird eine Schmuckfarbe - auch Volltonfarbe genannt - bereits vor dem Drucken gemischt.


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