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Druck-Wiki
Was ist eigentlich…?

Wieso, weshalb, warum? In unserem Druckwiki finden Sie viele wichtige Begriffe rund ums Thema Drucken, Design und Papier erklärt.

So geht’s

Ein klick auf den Buchstaben genügt und Sie gelangen zum entsprechenden Lexikonabschnitt. Und wenn Sie den gesuchten Begriff hier nicht finden: Rufen Sie uns einfach an. Wir sind gerne für Sie da.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Durchstöbern und viele lehrreiche Erkenntnisse!

 

Ebenen bzw. Ebenenmasken

Finden Verwendung in Bildbearbeitungsprogrammen und eignen sich sehr gut, um Bildmotive zu bearbeiten oder zu retuschieren. Man kann sich die Ebenenmasken wie Schablonen vorstellen, die über das eigentliche Bildmotiv gelegt werden. Sie ermöglichen das Ausblenden oder das Überblenden von Bildbereichen, ohne dass das eigentliche Bild verändert wird.
Wichtig für Sie: Druckdaten, die in einem Bildbearbeitungsprogramm wie Photoshop erstellt wurden, benötigt xposeprint als TIF- oder JPG-Datei. Für diese Daten gilt,  dass sie auf die Hintergrundebene reduziert werden müssen und keine Alpha-Kanäle oder Freistellungspfade enthalten dürfen. Das gilt auch für Photoshop-Dateien, die in einem Layoutprogramm platziert werden. (siehe auch Alphakanal oder Beschneidungspfad)

Endformat

Format eines Druckprodukts nach Fertigstellung und Entfernung des Beschnitts.

EPS (Encapsulated PostScript)

Standardformat für den Bildaustausch in der Druckvorstufe. Vektororientiertes Bilddatenformat, das zusätzlich noch pixelorientierte Bilddaten integrieren kann. So kann man einerseits Grafiken in Form von PostScript-Befehlen im EPS-Format abspeichern, die ohne Qualitätsverlust beliebig skaliert werden können. Andererseits kann beispielsweise um ein Pixelbild ein Pfad (Freistellerpfad) gelegt werden. Mithilfe dieses Pfads lässt sich Text um Konturen fließen, oder man kann das Bild mit dem Pfad auf eine andere Fläche platzieren. Solche Bilder werden auch „freigestellte Bilder“ genannt.

Euroskala

Im Offsetdruck wird nach einem Verfahren gearbeitet, das sich auf standardisierte Farben stützt: Cyan, Magenta, Yellow, Schwarz(Key). Die vier Standardfarben sind in der DIN ISO 2846-1 normiert.

Faltbätter oder Folder

Druckprodukte, die mehrfach gefalzt werden. Je nach Falzart können sie näher definiert werden als Wickelfalzfolder (siehe auch Wickelfalz) oder als Zick-Zack-Folder bzw. Leporello-Folder (siehe auch Leporello-Falz). Die Formate werden meist so gewählt, dass die Folder praktischerweise in jede Jackentasche, Handtasche oder in kleinere Produktverpackungen passen, also DIN A7, DIN A6 oder DIN lang. Sie enthalten meist Produktbeschreibungen oder Daten und Fakten in knapper und übersichtlicher Form. Vor allem der Zick-Zack-Folder ist im Grunde fast beliebig erweiterbar; wird deshalb oft genutzt für Veranstaltungsprogramme und Programmübersichten. Sehr beliebt als Beilage zu einem Briefanschreiben: der 6-seitige-DINlang-Wickelfalz-Folder. Ab einer Papierstärke von etwa 170g sollte der Folder maschinell gerillt werden, da das Papier sonst im Falz aufbricht.

Falzarten

Man unterscheidet grundsätzlich zwischen Kreuzfalz- und Parallelfalzarten. Ein 1x gefalzter Bogen wird Einbruchfalz genannt, usw.. Sind mehrere Falzbrüche erforderlich, sind verschiedene Falzfolgen möglich. Bei einem Kreuzfalz wird der einmal gefalzte Bogen rechtwinklig zum vorhergehenden Falz ein weiteres Mal gefalzt. Dagegen erfolgt bei einem Parallelfalz der Falz immer parallel zum vorhergehenden Falz. In der Praxis können vor allem bei Prospektfalzungen auch beide Falzarten gemischt vorkommen.

Falzflyer

Darunter versteht man einen einmal gefalteten Flyer; Produkt im Übergang zu den meist umfangreicheren Faltblättern bzw. Foldern.

Falzprospekt

siehe Prospekt

Falzung

Das scharfkantige Umbiegen des Papiers oder Kartons. Die Falzlinie wird als Bruch bezeichnet. Bei stärkeren Materialien oder mehreren Falzen ist zur Erzielung einer guten Falzqualität ein Vorbereiten der Falzlinie durch Perforieren, Nuten oder Rillen erforderlich.

Farbauftrag

Der maximale Gesamtfarbauftrag für den Druck berechnet sich aus der Summe der einzelnen Farbkanäle (C+M+Y+K). Ein maximaler Gesamtfarbauftrag von 330 % bei gestrichnen Papieren ist prinzipiell möglich. Für ungestrichene Papiere liegt die Grenze bei maximal 300 %. Man sollte jedoch sowohl für gestrichene als auch für ungestrichene Papiere 300 % Farbauftrag nicht überschreiten. Bei der Overnight- und Express-Option sollte der Gesamtfarbauftrag auf maximal 260 % reduziert werden, da sonst durch verkürzte Trocknungszeiten ein Abschmieren der Farbe auf den nächsten Bogen möglich ist. Bei einem Farbauftrag unter 10 % kann die Farbe des Druckergebnisses sehr schwach erscheinen. Beachten Sie dabei auch, dass z.B. 10 % Yellow  wesentlich schwächer wirken als 10 % Cyan.

Farbigkeit 1/0

Vorderseite wird einfarbig bedruckt, Rückseite bleibt weiß.

Farbigkeit 1/1

Vorder- und Rückseite werden einfarbig bedruckt.

Farbigkeit 2/0

Vorderseite wird schwarz und mit einer Sonderfarbe (z.B. HKS-Farbe) bedruckt, Rückseite bleibt weiß.

Farbigkeit 2/1

Vorderseite wird schwarz und mit einer Sonderfarbe (z.B. HKS-Farbe) bedruckt, Rückseite wird einfarbig bedruckt

Farbigkeit 2/2

Vorder- und Rückseite werden schwarz und mit einer Sonderfarbe (z.B. HKS-Farbe) bedruckt.

Farbigkeit 4/0

Vorderseite wird in den Farben CMYK bedruckt, Rückseite bleibt weiß.

Farbigkeit 4/1

Vorderseite wird in den Farben CMYK bedruckt, Rückseite wird einfarbig bedruckt.

Farbigkeit 4/4

Vorder- und Rückseite werden in CMYK bedruckt.

Farbmanagement (color management)

Hat zum Ziel, dass Vorlagen, die mit einem Eingabegerät erfasst wurden, in einer beliebigen Ausgabeform möglichst ähnlich der Vorlage wiedergegeben werden. Beispiel: Ein Offsetdruck als Ausgabe soll die Farben der Fotos einer Digitalkamera (Eingabe) möglichst so anzeigen wie die Kamera die Farben aufgenommen hat. Das heißt, aus dem geräteabhängigem RGB-Farbraum werden die Daten mittels Geräteprofil über den geräteunabhängigen Farbraum CIE-Lab in den Farbraum CMYK konvertiert.

Farbproof

Nach Durchlauf im Farbmanagement erzeugte, farbverbindliche Vorlage zur Kontrolle für den Kunden bzw. für den Druck; farbverbindlich, jedoch nicht zwingend stand- und formverbindlich. Farbproofs müssen nicht im originalen Druckformat vorliegen.

Flächengewicht (auch Papier-Grammatur)

Ist das Gewicht von Papier, Pappe oder Karton pro Flächeneinheit. Es wird in Gramm pro Quadratmeter (g/m2) angegeben. Je nach Flächengewicht werden Papier, Pappe oder Karton unterschieden: Papier: 7 g/m2 - 150 g/m2, Karton: 150 g/m2 - 600 g/m2, Pappe: über 600 g/m2 Je nach Verwendungszweck kommen unterschiedliche Flächengewichte zum Einsatz.

Flattersatz

Eine Satzanordnung, bei der die eine Seite des Textes eine gerade Linie bildet und die andere eine unregelmäßige Struktur hat. Die einzelnen Zeilen können unterschiedlich lang sein. Im Vergleich zum Blocksatz sind für den Flattersatz gleichmäßige Wortzwischenräume charakteristisch. Es wird zwischen linksbündigem und rechtsbündigem Flattersatz unterschieden.

Flyer, Flugblatt, Infoblatt oder Handzettel

In der Regel handelt es sich um ein Einzelblatt mit knappen und übersichtlichen Informationen oder Werbebotschaften in Text und Bild. Meist Massenprodukt, das relativ einfach und kostengünstig zu produzieren ist. Wird oft kostenlos verteilt oder liegt zu Werbezwecken aus. Am gebräuchlichsten sind die gängigen DIN-Formate bis A4 und Papiergewichte bis 170 Gramm. Doch je nach Wertigkeit des beworbenen Produkts bzw. der Information, können aber auch ungewöhnlichere Formate mit höherem Aufmerksamkeitswert zum Einsatz kommen; ebenso stärkere Papiere oder Papiere mit besonderer Haptik und hochwertiger Veredelung.

Tipps zur Gestaltung eines erfolgreichen Flyers finden Sie auf unserem Blog.

flying-page

Sonderwerbeform für Ganzformat: Eine Seite, die um die erste und letzte Seite eines Zeitungsbuches gelegt wird. Sie umschließt das Produkt vertikal bis zur Hälfte. Der informative Charakter der Titelseite bleibt erhalten.

FM-Raster (frequenzmoduliertes Raster)

Eine Rasterstruktur bei der die Tonwerte aus unregelmäßig verteilten gleichgroßen Pixeln in unterschiedlicher Anzahl je Rasterzelle gebildet werden. Innerhalb der Rasterzellen erfolgt die Anordnung nach mathematischen Zufallsprinzipien. Unterschiedliche Farbabstufungen lassen sich durch die Anzahl der Elemente pro Rasterzelle (Frequenz) erzielen. Dunkle Flächen enthalten viele druckende Elemente, helle Flächen hingegen nur wenige. Weitere Informationen zu verschiedenen Rasterarten finden Sie in unserem Blogartikel über HQP.

Folder

siehe Faltblätter

Folienkaschierung

Veredelungsvariante, bei der eine schützende und/oder dekorative Folienschicht hauchdünn auf das Druckerzeugnis aufgetragen wird. Folien mit Seidenmatt-Effekt lassen das Produkt besonders edel erscheinen; auch umfangreichere Texte bleiben gut lesbar. Mit einer Glanzfolienkaschierung kann man die Brillanz von Fotos oder Bildmotiven hervorheben und verstärken.

Formate (Papier)

Papier-Formate in mm: DIN A0 (851 x 1189 mm), DIN A1 (594 x 841 mm), DIN A2 (420 x 594 mm), DIN A3 (297 x 420 mm), DIN A4 (210 x 297 mm), DIN A5 (148 x 210 mm), DIN A6 (105 x 148 mm), DIN A7 (74 x 105 mm).

Formate (Kuverts und Versandtaschen)

Kuvert- und Versandtaschen-Formate in mm: DIN lang (114 x 229 mm), DIN C4 (229 x 324 mm), DIN C5 (162 x 229 mm), DIN B4 (250 x 353 mm), DIN B5 (174 x 250 mm), DIN E4 (280 x 400 mm), DIN E5 (200 x 280 mm).

Formproof

Kontrollabzug für den Druck: stand- und formverbindlich, jedoch nicht farbverbindlich.

Frequenzmoduliertes Raster (FM-Raster)

Die Rasterpunkte beim FM-Raster haben immer die gleiche Größe, variieren aber in ihrer Häufigkeit und in den Abständen zueinander. Die Punktgrößen sind insgesamt kleiner als beim AM-Raster. Die Helligkeit wird beim FM-Raster durch die Anzahl der Punkte gesteuert: Je dunkler eine Fläche ist, umso mehr Punkte werden gedruckt. Das frequenzmodulierte Raster schafft eine gestochen scharfe Darstellung und kommt bei fotorealistischen Wiedergaben und hochqualitativen Printprodukten zum Einsatz. Allerdings ist das Handling des Druckprozesses mit einem FM-Raster deutlich schwieriger. Bilder müssen zudem in höherer Auflösung und farblich einwandfrei vorliegen, da eine Korrektur an der Druckmaschine nicht möglich ist.

siehe auch: Raster, Hybridraster, Amplitudenmoduliertes Raster


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