Erstellt am Freitag, 21. Juli 2017 14:03 von Redaktion

Und fertig ist der Lack! Die unterschiedlichen Drucklacke – Thermolack

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Hitzkopf? Chamäleon? Der Thermolack ist beides! Denn der extravagante Effektlack reagiert auf Wärme und ändert ab einer gewissen Gradzahl (29°C) in nullkommanix sein Aussehen, genauer gesagt, seine Farbe. Man kennt den Effekt von den farbwechselnden T-Shirts, die in den Achtzigerjahren groß in Mode waren. Legte man seine Hand nur lange genug darauf, war irgendwann deren Abdruck zu sehen. Kurze Zeit später war der ganze Spuk jedoch wieder vorbei und das T-Shirt sah aus wie zuvor. Das grenzte damals schon fast an Zauberei.

Thermolack Druck

Nun wieder zurück zum eigentlichen Thema: dem Druck auf Papier. Auch auf dem Papier ändert der Thermolack ab einer bestimmten Temperatur sein Aussehen – und zwar von farbig auf transparent. Durch diese Transparenz sieht man, dass sich darunter noch ein weiteres Motiv befindet, welches zuvor verdeckt gewesen ist. Welche Wärme den Thermolack zum Farbwechsel bewegt, ist diesem im Grunde egal: von der Umgebungstemperatur über die Körperwärme bis zur Sonne – Hauptsache schön warm. Dieser Effekt wird übrigens Thermochromie genannt. Der Clou: Auch nach dem 100. Reiben, Anhauchen, Handauflegen oder unter die Glühlampe halten, beweist der Effektlack seine Wandlungsfähigkeit.

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Thermolack: Vielfältig einsetzbar

Eine Thermolack-Druckveredelung eignet sich aufgrund seiner aufmerksamkeitsstarken Vorzüge besonders gut für Mailings. Wir verdeutlichen das am besten mal mit einem praktischen Beispiel. Der Inhaber eines Sonnenstudios möchte eine Werbeaktion starten, die einerseits der Neukundengewinnung und andererseits der Bestandskundenerhaltung dienen soll. Zu diesem Zweck verteilt er in der ganzen Stadt Flyer und legt diese darüber hinaus in seinem Sonnenstudio aus.

Auf den ersten Blick sehen die Flyer ziemlich normal aus. Das Einzige, was auffällt, ist ein mit schwarzer Farbe ausgefüllter Kreis, über welchem zu lesen ist: „Hier geht’s zum Sparen“, „Bitte einmal reiben!“, „Abreibung gefällig“ oder so ähnlich. Reibt man nun über den schwarzen Kreis erscheint wie von Geisterhand: „10 € Gutschein“. Kreativer kann man seinen Gutschein wohl kaum unter die Leute bringen. Für Onlineshops sind Gutscheincodes das Nonplusultra, welche die Kunden bei ihren nächsten Onlineshopping-Touren am Ende des Bestellvorgangs eingeben können.

Thermolack_1

Technischer Hintergrund

Durch die zugeführte Wärme ändert sich die Struktur der Moleküle und die Farbe wird transparent. Im kalten Zustand lassen die Moleküle hingegen kein Licht durch und der Lack bleibt somit blickdicht. In den meisten Fällen wird ein schwarzer Thermolack eingesetzt. Der Grund: Dieser deckt den darunter liegenden Bereich besonders gut ab. Andere Farben sind jedoch ebenfalls möglich.

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Thermochromatische Farben eignen sich für den Druck von großen Flächen als auch für den partiellen Druck gleichermaßen. In Sachen Papier sollte die Wahl auf gestrichenes Papier mit einer Mindestgrammatur von 150 Gramm fallen. Dieses ist aufgrund der glatten Papieroberfläche am besten für den Thermolack-Druck geeignet. Beim Thema Drucktechnik zeigt sich der Effektlack flexibel: Er lässt sich sowohl mit dem Offsetdruckverfahren als auch mit dem Siebdruckverfahren auftragen.

Und was lässt sich – abgesehen von den besagten Flyern – noch alles mit dem Thermolack bedrucken? Da wären zum Beispiel Faltblätter, Visitenkarten, Flaschenetiketten, Aufkleber, Verpackungen, Bücher, Magazine und vieles mehr.

 

Die Vorteile:

  • kreative Werbemaßnahme
  • Kunde beschäftigt sich intensiv mit Druckerzeugnis
  • vielfältig einsetzbar
  • ideal für Mailingaktionen
  • für Aufkleber, Flaschenetiketten, Verpackungen

Bei uns können Sie:


Sie möchten mehr über die unterschiedlichen Lacke wissen? Hier zum Nachlesen: Eine Einführung in die Druckveredelung mit Lack.


Quellen:
Mit besonderem Dank an DENGLANZ Druckveredelung für Bildmaterial, Infos und Korrektur.

 


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