Erstellt am Montag, 7. August 2017 14:08 von Redaktion

Die fabelhafte Welt der Papierveredelungen: Sonderfarben Veredelungen

Sonderfarben sind die Extravaganten unter den Druckfarben. Bei Sonderfarben handelt es sich um Farben, die sich nicht – oder nicht gut genug – mit dem klassischen Vierfarbensystem CMYK (Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz) mischen lassen. Bestes Beispiel: Gold und Silber. Egal, wie man CMYK dreht und wendet, es wird niemals eine der beiden Metallicfarben dabei herauskommen. Hier müssen die Sonderfarben ran, das heißt, die Sonderfarbe Gold beziehungsweise die Sonderfarbe Silber.

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Sonderfarben sind fix-und-fertig-Farben, die nicht mehr gemischt werden müssen. Damit diese auf den Flyer, die Visitenkarte, das Plakat oder Briefpapier aufgetragen werden können, ist zusätzlich zu den vier CMYK-Farbwerken ein weiteres nötig. Wenn man auf seinem Druckprodukt hingegen zwei Sonderfarben wünscht, etwa Gold und Silber zusammen, benötigt man insgesamt sechs Farbwerke usw. Die bekanntesten Sonderfarben sind Pantone– und HKS-Farben. Beide Farbsysteme bieten eine unendlich große Auswahl unterschiedlicher Farben.

Tonangebend

Sonderfarben Veredelungen kommen insbesondere bei Geschäfts- oder Markendrucksachen zum Einsatz, Stichwort: Corporate Design. Beim Logo hört schließlich der Spaß auf. Hier muss sichergestellt sein, dass die Druckerei hundertprozentig den richtigen Ton trifft. Es wäre schließlich nur minder vorteilhaft, wenn zum Beispiel das berühmte Rot eines Brauseherstellers einen leichten Orangestich hätte oder das Blau eines Cremeproduzenten plötzlich mehr ins Türkis gehen würde. Der über Jahre hart erarbeitete Wiedererkennungswert wäre mit einem Mal zunichte gemacht.Sonderfarbe_5_NEU2


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Sonderfarben Pantone

Gerade Grafiker, Kreative und Medienschaffende haben ein Herz für Pantone. Der amerikanische Farbenhersteller schafft es immer wieder aufs Neue, die schönsten Farben zu produzieren. Das Pantone Matching System (PMS) wurde im Jahr 1963 von Lawrence Herbert entwickelt, dem Gründer der Pantone LLC. Herbert war auf der Suche nach einem Farbsystem, das es ermöglichte, Farben mithilfe von Nummern zu standardisieren: Der PMS-Farbfächer war geboren. So sieht zum Beispiel die Pantone-Farbe XY überall auf dem Erdball exakt gleich aus und jeder Drucker, Grafiker etc. weiß, welche Farbe vom Kunden gewünscht ist. Seit 2007 ist Pantone LLC eine Tochtergesellschaft von X-Rite, Incorporated.

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Bildquelle: http://www.pantone.com/formula-guide

Mittlerweile finden sich die Pantone-Farben nicht nur auf den Papieren und Verpackungen von Druckereien, sondern auch auf Tassen (siehe Bild), in der Architektur, Mode, auf Metall-Lampenschirmen, auf Wänden etc. Die Welt scheint nicht genug von Pantone zu bekommen. Und das Beste: Es kommen immer wieder neue Farben dazu. Zu den Trendfarben des Frühjahrs 2017 zählten laut Pantone unter anderem Pantone 17-4123 Niagara: „Niagara ist ein klassisches, jeansähnliches Blau, das unseren Wunsch nach Ruhe und Entspannung ausdrückt.“ Wie bereits erwähnt, ist Pantone auf vielen Gebieten tätig.

Für uns als Onlinedruckerei ist die „Pantone Plus Series“ interessant, die heutige Version des Pantone Matching Systems. Das Formula Guide-Set enthält zwei Farbfächer mit 1.867 Farben – jeweils auf gestrichenem sowie auf ungestrichenem Papier. Zusätzlich zu den Farbnummern sind auch die Tintenformulierungen mit abgedruckt, so dass jede Onlinedruckerei weiß, wie sie die Farben beim Druck am besten erzielt. Pantone 3564 U besteht zum Beispiel aus Pantone Orange 021, Pantone Yellow 012 und Pantone Black. CMYK hat hier nichts zu suchen.

Nicht zu vergessen die jährlich erscheinende „Pantone Farbe des Jahres“ und weitere Pantone-Themen, denen wir auch schon mehrere Blogartikel gewidmet haben: „Mit Pantone zum Nichtraucher“ und „McDonald’s und Pantone

Und hier ein Blick hinter die Pantone-Kulissen

Sonderfarben HKS

Das deutsche Pendant zu den Pantone-Farben sind die HKS-Farben. HKS ist die Abkürzung für das etwas sperrige Hostmann-Steinberg Druckfarben, Kast + Ehinger Druckfarben und H. Schmincke & Co. Wir lernen, manchmal sind Abkürzungen schon sinnvoll. Auch hier spielen Farbfächer und vorgemischte Farben die Hauptrolle.

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Bildquelle: http://www.hks-farben.de/de_de/produkte/

Und da auch hier nicht jede Farbe auf jedem Papier gleich aussieht, zum Beispiel auf einer grauen Zeitungsseite oder einem stechend weißen Bilderdruckpapier, bietet HKS dementsprechend auch verschiedene HKS-Farbfächer an. Die jeweiligen Fächer sind mit einem zusätzlichen Buchstaben versehen: „HKS K“ steht für Kunstdruck- und Bilderdruckpapiere, „HKS N“ für Naturpapier, „HKS Z“ für Zeitungsdruckpapier und „HKS E“ für Endlosdruckpapier. Der „HKS 3000+ K“-Farbfächer enthält 3.520 Volltonfarben, die auf 88 HKS-Farbtönen basieren. Zu jeder Basisfarbe gibt es wiederum 39 Nuancen. Um nochmal auf das anfänglich erwähnte Gold zurückzukommen. HKS 98 entspräche einem schickem Goldton.

 

Einsatzgebiete:

  • Visitenkarten
  • Flyer
  • Briefpapier
  • Broschüren, Magazine
  • Kataloge
  • Verpackungen

Die Vorteile:

  • aufmerksamkeitsstark
  • vielfältig einsetzbar
  • exklusiv
  • trendorientiert
  • kreativ

Bei uns können Sie:

 

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Festlich und elegant: Sonderfarbe Silber zum Beispiel für besondere Weihnachtskarten.

Quellen:
– http://www.hks-farben.de
– www.pantone.com
– https://de.wikipedia.org/wiki

 


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