Erstellt am Dienstag, 21. März 2017 10:42 von Redaktion

Und fertig ist der Lack! Die unterschiedlichen Drucklacke – Soft-Touch-Lack

Edler Softie: Soft-Touch-Lack

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Größtes Plus beim Soft-Touch-Lack? Die Haptik! Wer einmal über Visitenkarten mit exklusiver Soft-Touch-Druckveredelung gestrichen hat, möchte die Visitenkarte am liebsten gar nicht mehr aus der Hand legen. Diese „Fühleigenschaften“ variieren: von samtener Pfirsichhaut bis zu gummiartig ist alles möglich.

So wird’s gemacht

Und wie kommt der Soft-Touch-Lack aufs Papier? Auf diesem Gebiet ist der Lack äußerst flexibel. Der spezielle Dispersionslack  lässt sich nämlich sowohl mit einer Offset- als auch mit einer Flexo- oder Siebdruckmaschine auf das jeweilige Druckerzeugnis auftragen. Besitzer von klassischen Offsetdruckmaschinen müssen somit keine extra Maschine dazukaufen, was doch ein erheblicher Kostenvorteil ist. Allerdings lassen sich im Siebdruckverfahren weitaus größere Schichtdicken auftragen. Das aufgedruckte Motiv wirkt erhabener und dreidimensionaler.

In den meisten Fällen ist der Soft-Touch-Lack matt und transparent, was den Druckprodukten eine edle Optik verleiht. Wie bei vielen Lacken können jedoch auf Wunsch auch Farbpigmente beigemischt werden, sodass ein farbiger Soft-Touch-Lack entsteht. Die Soft-Touch-Beschichtung kann darüber hinaus vollflächig – ein randabfallender Druck ist ebenfalls kein Problem – oder partiell eingesetzt werden, zum Beispiel für Logos oder Schriften. Bei beiden Varianten gilt: Die beste (Lack-) Grundlage bieten gestrichenene und glatte Papiere.
Einen kleinen Nachteil hat die Soft-Lack-Druckveredelung jedoch: Der Lack ist leider anfällig für Kratzer. Mittlerweile sind allerdings Soft-Lacke auf dem Markt, die in dieser Hinsicht eine Spur robuster sind.

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Soft-Touch-Folie

Gut zu wissen: Neben der Papierveredelung mit einem Soft-Touch-Lack gibt es auch die Veredelung mit einer Soft-Touch-Folie. Bei Letztgenannter wird das Printprodukt nicht mit einem Dispersionslack beschichtet, sondern mit einer Folie. Diese Variante ist strapazierfähiger und empfiehlt sich z. Bsp. für Umschläge.

Anwendungsbeispiele

Visitenkarten, Visitenkarten und noch einmal Visitenkarten. Wie bereits eingangs erwähnt, möchte man Visitenkarten, die in den Genuss einer Soft-Touch-Papierveredelung gekommen sind, nur ungern wieder aus der Hand legen. Das geht dementsprechend auch Kunden oder Geschäftspartnern so. Etwas Besseres als ein Soft-Touch-Lack kann somit Visitenkarten nicht passieren. Denn auch wenn die kleinen Kärtchen in unseren Breitengraden weit verbreitet sind, sind diese bis zu einem gewissen Grad immer noch Prestigeobjekt, schließlich machen nicht nur Kleider, sondern auch Karten Leute.

Genug vom Ausflug in die Welt der Visitenkarten. Kataloge, Magazine, Flyer, Broschüren und Faltschachteln profitieren ebenfalls von der Extraportion Haptik. Wenn neben tollen Fotos das jeweilige Produkt, zum Beispiel ein Auto oder ein Energydrink, mithilfe des Soft-Lackes hervorgehoben wird, ist der Werbeeffekt umso größer. Da bei Produktkatalogen meistens beide Seiten, das heißt die Vorder- und Rückseite, bedruckt werden, bietet sich die Soft-Druckveredelung hier an. Einem beidseitigen Druck steht nämlich nichts im Wege, zumindest, wenn man auf ein geeignetes Papier zurückgreift.

Die Vorteile

  • angenehme Haptik
  • edle Optik
  • relativ günstig
  • keine Spezialmaschine nötig
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Bei uns können Sie:


Sie möchten mehr über die unterschiedlichen Lacke wissen? Hier zum Nachlesen: „Eine Einführung in die Druckveredelung mit Lack“ .



Quellen:
– http://www.gutenbergblog.de/produktionstechnik/druckveredelung-wissen-kompakt-2853.html
– http://www.handelsblatt.com/unternehmen/management/weltspitze-wie-die-perfekte-visitenkarte-aussieht/3554060.html
– http://www.veredelungslexikon.htwk-leipzig.de/de/startseite/
– https://de.wikipedia.org/wiki/Papierveredelung


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