Erstellt am Donnerstag, 4. Mai 2017 11:53 von Redaktion

Und fertig ist der Lack! Die unterschiedlichen Drucklacke – Rubbellack

Der Mensch ist seit jeher ein neugieriges Wesen. Diese Eigenschaft machten sich die Erfinder des Rubbellacks zunutze. Mit dem Rubbellack dürfte jeder schon einmal in seinem Leben in Berührung gekommen sein, viele bereits in Kindertagen. Der Rubbellack-Klassiker: Lose

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Rubbellose verfügen über einen markierten Bereich, welcher nur darauf wartet, von der blickdichten Lackschicht befreit zu werden. Erst dann wird das, was vorher verborgen lag, sichtbar, etwa die Info, ob man nun gewonnen hat oder eben nicht. Als Kind fühlte man sich dabei fast ein wenig wie ein kleiner Archäologe… Die meisten verwenden zum Freikratzen eine Geldmünze oder Kreditkarte. Manche nehmen auch etwas, das sie ohnehin immer dabei haben: ihren Fingernagel.
Schon gewusst? Das größte Rubbellos der Welt ist übrigens ein deutsches. 2011 wurde dieses in Bremen der Öffentlichkeit vorgestellt. Es maß stattliche 60 Quadratmeter, sodass ihm ein Eintrag ins Guinness Buch der Rekorde sicher war.

Es müssen aber bei Weitem nicht immer nur Lose, Gewinnspiele oder Coupons sein, die in den Genuss eines Rubbelacks kommen. Auch Flyer, Postkarten oder Grußkarten lassen sich mit einem Rubbellack-Aufkleber versehen. Man kann damit zum Beispiel auf eine äußerst kreative Weise auf die neuesten Angebote oder Veranstaltungen hinzuweisen. Bei Visitenkarten kann sich unter dem Rubbellack zum Beispiel die Telefonnummer oder ein QR-Code befinden.

Rubbellack drucken

Wie bei vielen anderen Speziallacken eignet sich auch hier gestrichenes Papier am besten: Es ist schön glatt und weniger saugfähig. Damit die Papieroberfläche so richtig schön geschlossen ist und der Lack besonders gut hält, wird in der Regel vor dem Rubbellack zuerst ein anderer Lack aufgetragen, etwa ein UV-Lack oder Dispersionslack. Erst dann ist das Papier fit für die Druckveredelung Rubbellack. Wie leicht sich der Rubbellack später entfernen lässt, kann man übrigens ebenfalls beeinflussen. Es gibt Lacke, die sich leichter lösen lassen und Lacke, die sich mit etwas größerer Anstrengung ablösen lassen. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Erstgenannter ist zwar einfacher wegzukratzen, ist dafür aber weitaus empfindlicher. Letztgenannter haftet stärker am Papier und hat in Sachen Weiterverarbeitung die Nase vorn.

Papier-Grammaturen von mindestens 115 Gramm pro Quadratmeter sind Pflicht – zumindest, wenn man als Rubbellack-Druckerei vermeiden möchte, dass das Los bei der späteren Wegrubbelaktion in tausend Stücke zerreißt. Und dass der Lack opak, also lichtundurchlässig ist, versteht sich ebenfalls von selbst. Die Spannung wäre schließlich vollends dahin, wenn man das, was sich unter dem Rubbellack befindet, sofort sieht. Als Farbe wird gerne silber eingesetzt. Teilweise wird auch das Rubbelfeld selbst noch bedruckt, etwa, um die Kunden zu animieren, das Feld auch tatsächlich freizurubbeln. Auch hier lässt sich die Neugier des Menschen wunderbar nutzen. Wer auf einem Rubbellos liest: „Bitte nicht freirubbeln!“ wird sicherlich sofort die Münze, Kreditkarte oder den Nagel zücken.

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Partieller Rubbellack

Einen ganzen Flyer oder eine komplette Visitenkarte mit einem Rubbellack zu überziehen ist zwar technisch möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen. Wer hat schließlich schon Lust, eine DIN A6-Seite von oben bis unten freizurubbeln? Aus diesem Grund wird der Rubbellack in den meisten Fällen auch als partieller Lack eingesetzt.

Die Vorteile

  • Überraschungseffekt
  • Kunde beschäftigt sich lange mit Druckerzeugnis
  • ideal für Gewinnspiele
  • vielfältig einsetzbar
  • relativ günstig

 

Bei xposeprint.de können Sie:


Sie möchten mehr über die unterschiedlichen Lacke wissen? Hier zum Nachlesen: „Eine Einführung in die Druckveredelung mit Lack“ .


 

Quellen:
– http://www.print.de/News/Weitere-News/INnUP-praesentiert-das-groesste-Rubbellos-der-Welt
– http://www.sueddeutsche.de/wissen/rubbellose-vergiss-den-fingernagel-1.633873
– https://de.wikipedia.org/wiki/Rubbellos


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