Erstellt am Dienstag, 21. Februar 2017 11:57 von Redaktion

Und fertig ist der Lack! Die unterschiedlichen Drucklacke – Relieflack

Für Fingerspitzengefühl: der Relieflack

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Der Relieflack bringt die dritte Dimension mit ins Spiel. Im Unterschied zum partiellen UV-Lack ist der Relieflack ziemlich erhaben, das heißt, man kann ihn fühlen, wenn man mit der Hand darüberstreicht – vergleichbar mit der von Louis Braille erfundenen Blindenschrift. Der 3D-Lack ist ein Augen- und Handschmeichler gleichermaßen und somit eine Druckveredelung, mit der man richtig Eindruck schindet – zum Beispiel bei Visitenkarten.

Schön erhaben

Bestimmte Bereiche, Schriftzüge oder Motive lassen sich wunderbar mit dem Relieflack hervorheben. Warum die Noppen eines Basketballs nicht fühlbar machen? Wassertropfen? Sehen in 3D doch gleich viel besser, plastischer und realistischer aus. Apropos Wasser: Der Relieflack wird übrigens auch Wassertropfenlack genannt. Die 3D-Veredelung hilft zum Beispiel dabei, das beworbene Produkt im wahrsten Sinne des Wortes greifbar und verständlich zu machen und was verständlich ist verkauft sich auch besser. Egal, ob ein Dachdecker auf seinem Flyer die Ziegel eines Daches darstellen möchte oder der Inhaber eines Cafés auf seiner Getränkekarte einzelne Kaffeebohnen: Der Relieflack sorgt für eine Hervor- und gleichzeitige Aufwertung des jeweiligen Druckprodukts.

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So wird’s gemacht

Der Relieflack ist ein spezieller UV-Lack, welcher in unterschiedlichen Schichtdicken im Siebdruckverfahren oder auch im digitalen Inkjetverfahren auf den Flyer, die Visitenkarte, Broschüre etc. aufgetragen wird. Damit man später auch tatsächlich etwas fühlt, weist der Lack dementsprechend eine größere Schichtdicke als normale Lacke auf. Der Feststoffanteil beträgt fast 100 Prozent.  Wie „dick“ die Schicht letztlich ist, ist unterschiedlich, es gibt keine feste Größe. Wie wir bereits in den vorherigen Blogartikeln gelernt haben, erhält der UV-Lack seinen Namen, weil dieser unter UV-Licht aushärtet. Dieser Lack wird in Matt und in Glänzend angeboten, wobei der Relieflack glänzend am beliebtesten ist. Der klassische Relieflack ist transparent, das heißt, der Untergrund scheint durch. Falls gewünscht, bekennt der 3D-Lack jedoch auch gerne Farbe, zum Beispiel als Relieflack schwarz. Schwarze Farbpigmente machen es möglich. Einer der Vorteile des Wassertropfenlacks ist, dass sich der Bedruckstoff, sprich das Papier, nicht verformt, weshalb der Lack eine gute Alternative zur Prägung ist.

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Relieflack anlegen: Tipps & Tricks

Auf gestrichenen Papieren, zum Beispiel 300g Bilderdruck matt, ist der Effekt am größten. Saugende Papiere eignen sich eher weniger. Und damit man von der Druckveredelung auch möglichst viel sieht beziehungsweise fühlt, sollten die gedruckten Linien nicht zu dünn sein (mind. 1 mm ) beziehungsweise die Bereiche nicht zu klein (mind. 1 cm²). Die Schriftgröße sollte außerdem mind. 12 Punkt betragen.  Und dass auch nicht der komplette Flyer mit einer Lackschicht überzogen sein sollte, versteht sich von selbst. Dann könnte man schließlich gleich auf einen vollflächigen Dispersionslack oder UV-Lack zurückgreifen. Für Briefpapier eignet sich diese Lack nicht, da dieses in der Regel in den Drucker eingelegt wird und der 3D-Lack nicht bedruckbar ist. An Rillen oder Falzstellen hat der 3D-Lack ebenfalls nichts zu suchen, er könnte hier brechen – und den ganzen Effekt im Nu zunichte machen.

Die Vorteile

  • dreidimensional
  • fällt ins Auge
  • ein haptisches Erlebnis der besonderen Art
  • wertet das Druckprodukt auf
  • keine Verformung des Bedruckstoffs
  • relativ günstig

Bei uns können Sie:

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Sie möchten mehr über die unterschiedlichen Lacke wissen? Hier zum Nachlesen: „Eine Einführung in die Druckveredelung mit Lack“ . Und falls Sie endlich wissen wollen, wie sich der Lack in natura anfühlt, bestellen Sie am besten gleich unser kostenloses Papiermusterbuch . Viel Spaß beim Fühlen!



Quellen:
– http://www.veredelungslexikon.htwk-leipzig.de/de/startseite/
– https://de.wikipedia.org/wiki/Papierveredelung


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