Erstellt am Mittwoch, 4. Februar 2015 14:19 von Lisa Stahl

Druckdaten-Einmaleins: Partiellen UV-Lack anlegen leicht gemacht

Header Partieller UV-Lack, UV-Lack anlegen

Bei bestimmten Produkten bieten wir Ihnen die Veredelung mit einem partiellen UV-Lack an. Dabei handelt es sich um einen transparenten Lack, der nur an fest definierten Stellen auf einem Printprodukt aufgetragen wird, anstatt die komplette Seite zu überziehen. Das Beste daran: Wo der Lack aufgetragen werden soll und welche Elemente ausgespart werden sollen, bestimmen Sie ganz einfach selbst! Hierzu müssen Sie einige Einstellungen in Ihren Druckdaten vornehmen, die wir Ihnen gerne kurz zeigen möchten. So können Sie UV-Lack anlegen:

Was bedeutet „partieller UV-Lack“?

Bei partiellem UV-Lack handelt es sich um einen transparenten Lack, der an bestimmten Stellen auf Ihr Printprodukt aufgetragen wird. Ausschließlich diejenigen Grafikelemente oder Flächen, die mit dem Lack überzogen werden, präsentieren sich auf dem fertigen Printprodukt hochglänzend. Sie heben sich somit vom restlichen Layout ab und ziehen garantiert alle Blicke auf sich. Diese Veredelungs-Form ist zum Beispiel für Visitenkarten geeignet, auf denen Sie Ihr Logo hervorheben möchten.

Wenn Sie sich immer noch nichts Genaues darunter vorstellen können, fordern Sie doch einfach unverbindlich unser kostenloses Papiermusterbuch an. Darin finden Sie Beispiele für alle unsere Papier-Grammaturen und Veredelungen!

Die alles bestimmende Volltonfarbe „Glanz“

Bei Printprodukten mit partiellem UV-Lack dreht sich alles um die Volltonfarbe „Glanz“. Sie bestimmt, welche Elemente lackiert werden. Legen Sie also an allen Stellen, die später mit partiellem UV-Lack veredelt werden sollen, diese Volltonfarbe an. Achten Sie bitte darauf, die Volltonfarbe genau gemäß unserer Angaben anzulegen, ansonsten kann sie im Druck ggf. nicht erkannt und die Lackierung nicht wie gewünscht umgesetzt werden.

Erstellen Sie also ein neues Farbfeld, nennen dieses „Glanz“ und wählen Sie als Farbtyp „Vollton“ aus. Die Zusammensetzung aus CMYK ist dabei prinzipiell egal, solange die eben genannten Einstellungen richtig vorgenommen werden.

Partieller UV-Lack, UV-Lack anlegen

Diese Volltonfarbe darf keine Farbverläufe, Transparenzen, Farbraster, Tonwerte, o.ä. enthalten. Tut sie nicht? Prima! Dann legen Sie die Volltonfarbe jetzt an und legen Sie damit alle Elemente, die später lackiert werden sollen, fest.

Außerdem darf keine CMYK-Fläche oberhalb der Sonderfarbe, also kein CMYK-Objekt im Vordergrund, platziert werden. Ansonsten würde an dieser Stelle kein Lack aufgetragen und einfach die CMYK-Fläche gedruckt werden.

Wichtig beim UV-Lack anlegen: Die Überdrucken-Funktion

Alle Objekte mit der Volltonfarbe Glanz müssen auf „Überdrucken“ stehen. Wählen Sie hierzu unter „Fenster“ die Option „Ausgabe“ und klicken hier auf „Attribute“. In dem Fenster, das sich nun öffnet, setzen Sie den Haken bei „Fläche überdrucken“. Beachten Sie dabei bitte unbedingt, dass die zu überdruckenden Flächen nicht auf „Aussparen“ eingestellt sind. Es kann sein, dass diese Funktion als Standard bereits voreingestellt ist. So würde jedoch die untere Fläche ausgespart, also nicht farbig gedruckt, werden und der Lack würde direkt auf das an dieser Stelle „leere“ Papier aufgetragen werden.

Partieller UV-Lack, UV-Lack anlegen

Partieller UV-LackWenn die Funktion „Überdrucken“ aktiviert ist, wird eine Farbschicht über eine andere gedruckt. In diesem Fall wird somit die Lackschicht, also die Volltonfarbe, über die darunter liegende Farbschicht gedruckt. Da die Lackschicht transparent ist, scheint die darunter liegende Fläche durch.

Den partiellen UV-Lack können wir jeweils nur einseitig auftragen. Beachten Sie also bitte beim UV-Lack-Anlegen Ihrer Daten, die Volltonfarbe nur auf der ersten Dokumentseite anzulegen. Bei gebundenen Produkten können Sie die Volltonfarbe auf den Außenseiten des Umschlags, also auf Titel und Rückseite, nach Belieben verwenden.

Die Grafikelemente „Glanz“ in Ihrem Layout

Alle Objekte mit der Volltonfarbe „Glanz“ müssen einige Kriterien erfüllen. Beachten Sie hierzu bitte die Vorgaben aus unserem Datenblatt, das Sie im Online Shop bei den jeweiligen Produkten finden:

  • Schriftgröße mindestens 12 Punkt – Schriftstärken und typografische Linien mindestens 2 Punkt (0,7 mm) dick
  • Positive Linien bzw. Schriftstärke (Umfeld der Linie ist lackiert) mit mindestens 3 Punkt (1 mm) anlegen
  • Keine grafischen Effekte (Schlagschatten, Schein nach außen, Verläufe, usw.)

Beachten Sie bitte: Für die Druckdatenerstellung für Printprodukte mit partiellem UV-Lack benötigen Sie ein Layoutprogramm, mit dem Volltonfarben als Farbmodus angelegt werden können. Dafür geeignet sind zum Beispiel InDesign, Illustrator, QuarkXPress, CorelDraw, usw. Ungeeignet sind in diesem Fall einfache Bildbearbeitungsprogramme oder Microsoft Office Programme.

Noch Fragen, wie Sie Ihren UV-Lack anlegen? Werfen Sie auch einen Blick in das Datenblatt im Online Shop oder kontaktieren Sie unseren Kundenservice. Wir helfen Ihnen gerne!

 

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