Erstellt am Donnerstag, 26. Januar 2017 14:21 von Redaktion

Und fertig ist der Lack! Die unterschiedlichen Drucklacke – Dispersionslack

Multitalent: der Dispersionslack

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Gut, günstig, robust und angenehm in der Haptik: Kein Wunder, dass es der Dispersionslack in die Riege der Lack-Klassiker geschafft hat. Seine Eigenschaften haben sich auf Flyern, Faltblättern, Speise- und Getränkekarten, Verpackungen etc. bestens bewährt. Der Dispersionslack Offsetdruck wird sofort nach dem CMYK-Druck auf das Papier oder den Karton aufgetragen und sorgt wie der UV-Lack für Glanz- oder Matteffekte, wobei der Glanzeffekt eine Spur geringer als beim UV-Lack ausfällt.

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Nah am Wasser gebaut

Dass der Dispersionslack auch Wasserlack beziehungsweise Wasserkastenlack genannt wird, hat einen ganz speziellen Grund: der Dispersionslack besitzt wasserhaltige Bestandteile und ist vor dem Druck wasserlöslich. Der in der Bogenoffsetdruckmaschine über ein Lackwerk aufgetragene Dispersionslack trocknet durch das Verdunsten des Wassers aus. Und das sogar richtig fix – dank zusätzlicher Trocknungseinrichtungen in den Druckmaschinen. Zum Trocknen kommt hier ein Heißlufttrockner zum Einsatz. Durch das Verdunsten des Wassers rücken die anderen Bestandteile des Lackes näher zusammen, berühren und vernetzten sich, und der Lack härtet aus.

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Bereit für eine Abreibung?

Nur schön auszusehen, reicht nicht immer. Schließlich zählen auch die inneren Werte. Das ist bei Drucksachen nicht viel anders. Was bringt das schönste Druckprodukt, wenn es schon nach kurzer Zeit ziemlich abgenutzt erscheint? Wie praktisch, dass der Dispersionslack zur optischen Aufwertung auch gleich eine Extraportion Robustheit bietet. Dieser schützt den Flyer, das Faltblatt oder den Gutschein zuverlässig vor Abrieb und gegen Verschmutzungen. Insbesondere bei matten Papieren ist eine Veredelung mit Dispersionslack ratsam, da diese wegen ihrer relativ rauen Oberfläche besonders empfindlich für Farbabrieb sind. Der Wasserlack ist somit Veredelung und Schutzlack in einem. Da der Lack sowohl das Papier als auch die Farbe versiegelt, entsteht eine schmutzabweisende Schutzschicht an der Oberfläche.

Die Fakten

Der Dispersionslack besteht aus Wasser, Bindemitteln und Tensiden. Beim verwendeten Lackwerk gibt es zwei Varianten. Variante 1 besteht aus einer Anilox-Walze, einem Kammerrakel und einer Auftragswalze; Variante 2 aus einer Tauch- und Auftragswalze. Der Lack kann entweder vollflächig aufgetragen werden oder nur auf bestimmte Bereiche. Bei Letztgenanntem sind allerdings spezielle Druckformen nötig. Wie bereits erwähnt, verdunstet der Wasseranteil nach dem Auftragen auf das Papier. Die Trocknung kann darüber hinaus durch das sogenannte „Wegschlagen“ erfolgen, das heißt, sehr saugfähige Papiere nehmen die Feuchtigkeit wie ein Löschpapier auf.


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Vielfältig einsetzbar

Der Dispersionslack eignet sich dank seiner schicken Optik und seiner langen Haltbarkeit für viele Drucksachen. Von der Postkarte  für die besten Kunden über Lesezeichen  für Bücherwürmer bis hin zu Aufstellern zum prominenten Werben auf Tischen und Theken. Nicht zu vergessen: Visitenkarten. Postkarten müssen die Strapazen mit der Post überstehen, Lesezeichen sollen auch nach einem Buch noch nutzbar sein und die Kartenbox beziehungsweise der Aufsteller sollten ebenfalls keine Eintagsfliege sein – genau wie Visitenkarten. Und nicht nur bei den Produkten, die mit diesem Lack überzogen werden können, hat man die Qual der Wahl. Auch beim Dispersionslack selbst gibt es verschiedene Varianten mit unterschiedenlichen Eigenschaften. Da wären zum Beispiel glanz, hochglanz, matt oder seidenmatt…

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Das gibt’s beim Dispersionslack alles zu beachten

Das Beschriften mit dem Kugelschreiber gestaltet sich durch den Lacküberzug etwas schwieriger. Für Terminkärtchen oder Briefpapier ist der Dispersionslack demnach nicht geeignet. Hier sollte die Wahl lieber auf ein ungestrichenes Papier ohne zusätzliche Lackschicht fallen. Und um eine Wellenbildung zu vermeiden, sollte das verwendete Papier eine Grammatur von mindestens 90 Gramm haben. Der Lack ist immer die letzte Schicht, die auf das Druckprodukt aufgetragen wird. Ausnahmen gibt es nur, wenn später noch eine Folienkaschierung oder eine Prägung hinzukommen soll. Übrigens: In der Weiterverarbeitung verhält sich der Dispersionslack sehr unkompliziert. Rillen und Nuten beispielsweise sind für ihn gar kein Problem, da der Lack trotz Trocknung und Aushärtung schön elastisch bleibt.

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Sie möchten mehr über die unterschiedlichen Lacke wissen? Hier zum Nachlesen: „Eine Einführung in die Druckveredelung mit Lack“ .



Quellen:
– http://www.veredelungslexikon.htwk-leipzig.de/de/startseite/
– https://de.wikipedia.org/wiki/Papierveredelung


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